EU-DSGVO

Die Datenschutzgrundverordnung der EU gibt es seit 2016. Sie vereinheitlicht das Datenschutzrecht innerhalb der EU und gilt ab dem 25. Mai 2018 EU-weit, also auch für Deutschland. Sie überlagert, präzisiert und verschärft etliche bisherige nationale Verordnungen. Schwerpunkt ist der Umgang mit personen­bezogenen Daten, wie Name, Anschrift, Geburtsdatum, E-Mail-Adresse, IP-Adresse, Kauf-, Surf- und Klick-Historie und vieles mehr. Die Zeit läuft - es bleiben noch:

Flankiert wird die DSGVO durch ein neues deutsches Bundesdatenschutzgesetz sowie später (wahrscheinlich erst Anfang 2019) durch eine neue E-Privacy-Verordnung der EU, die Regelungen zu Cookie-Tracking und Online- bzw. Direktmarketing bringt.

Die wichtigsten Ziele der DSGVO-EU sind

  • Transparenz bei der Überlassung personenbezogener Daten von Internetnutzern. Wer seine Daten Institutionen oder Unternehmen überlässt, kann Auskünfte dazu anfordern.
  • Das 'Recht auf Vergessenwerden' stärkt die Möglichkeiten, Daten löschen zu lassen.
  • Personenbezogene Daten sind nur dann zu erheben und zu speichern, wenn sie notwendig sind.
  • Die Daten sind sicher aufzubewahren, Datentransfers sind zu verschlüsseln.
  • Meldung von Datenpannen, z.B. Datenschutzverletzungen, Datenverlusten müssen zeitnah erfolgen.

Checken Sie Ihre Website oder lassen Sie sie checken!

Wenn Sie eine Informationswebsite, einen Blog, einen Shop oder eine Social-Media-Website betreiben, kümmern Sie sich um Fragestellungen wie:

  • Ist das Impressum Ihrer Website auf dem aktuellen Stand?
  • Hat Ihre Website eine transparente und verständliche Datenschutzerklärung und werden darin alle relevanten Gegebenheiten der Seite berücksichtigt?
  • Bieten Sie alle Formulare, auch einfache Kontaktformulare, verschlüsselt an?
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  • Verwenden Sie personenbezogene Daten zweckgebunden?
  • Wie ist der Umgang mit nicht mehr benötigten personenbezogenen Daten?
  • Handhaben Sie Newsletter- An- und Abmeldungen korrekt?
  • Versichern Sie sich (z.B. bei Kontakt-Formularen), dass die Nutzer Ihrer Website mit der Datenschutzerklärung und Ihrer Verarbeitung der Daten einverstanden sind?
  • Machen Sie Ihre Website-Besucher darauf aufmerksam, wenn Cookies, Google-Maps, Google-Fonts, Social-Media-Buttons etc. eingesetzt und wie sie verwendet werden?
  • Informieren Sie die Nutzer Ihrer Website, dass z.B. über Ihren Hosting-Provider, Tools wie DoubleClick for Publishers, Google-Adsense oder Tracking-Tools wie Google-Adwards statistische Daten, Bewegungsdaten etc. erhoben werden und holen Sie ggf. ihr Einverständnis ein?

Je sorgfältiger diese und alle sonstigen für Ihre Website relevanten Punkte der neuen und alten Richtlinien regelungskonform realisiert sind, desto geringer ist das Abmahnrisiko für Sie als Betreiber.